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KI-Alternative zum Steuerbüro: mika sammelt sechs Millionen Euro ein und macht das Steuerbüro für kleine Unternehmen optional

  • Der europäische Investor Smedvig Ventures führt die Seed-Runde des Berliner Start-ups an.
  • Mehr als 750 Firmen nutzen mika bereits für ihre Buchhaltung und Steuern.
  • Im Juli knackte das Unternehmen die Umsatzmarke von einer Million Euro.

Berlin, 23. September 2026 – Das Berliner vertikale KI-Startup mika sammelt sechs Millionen Euro ein. Statt das klassische Steuerbüro zu digitalisieren, baut mika Buchhaltung, Steuern und Finanzen als KI-native Infrastruktur für KMU von Grund auf neu. Für kleine Kapitalgesellschaften übernimmt mika die laufende Buchhaltung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss und Steuererklärungen. Die Seed-Runde führt der europäische VC Smedvig Ventures an. Beteiligt sind außerdem das Basler Family Office Wecken & Cie. (Care4 AG) sowie die studiVZ-Mitgründer Dennis Bemmann und Michael Brehm, limango-Gründer Johannes Ditterich und Martina Pfeifer (encourageventures). Die Bestandsinvestoren Keen Venture Partners und Dutch Founders Fund stocken ihre Anteile auf. Das frische Kapital dient dem Wachstum und der Weiterentwicklung des KI-Systems.

Gründer:innen sollen gründen, nicht Belege sortieren

In Deutschland gibt es fast eine Million kleine Kapitalgesellschaften. Für sie sind Buchführung, Umsatzsteuervoranmeldungen und Jahresabschluss gesetzlich vorgeschrieben. Theoretisch darf die Geschäftsführung das alles selbst erledigen, praktisch tut es kaum jemand: zu hohes Risiko, zu verstreutes Wissen. So zahlen kleine Unternehmen jedes Jahr tausende Euro allein dafür, um ihre Grundpflichten zu erfüllen.

Agnieszka Walorska kennt das Problem. Sie ist ohne unternehmerische Vorbilder aufgewachsen und konnte bei ihrer ersten Gründung nicht auf die finanzielle Starthilfe von Family-and-Friends zählen. Genau dann wird die deutsche Bürokratie zur Eintrittsbarriere: Mehrere tausend Euro im Jahr für einen Steuerberater, nur um gesetzliche Pflichten zu erfüllen, halten vor allem die vom Gründen ab, die nicht auf Rücklagen oder ein Umfeld mit Erfahrung zurückgreifen können.

„Sobald du in Deutschland eine GmbH gründest, heißt es: Du brauchst einen Steuerberater. Das geht so weit, dass manche Unternehmer:innen glauben, das wäre eine gesetzliche Pflicht. Für mich ist klar, das kann und darf so nicht sein“, so Agnieszka Walorska, Gründerin und CEO von mika. „Bei mika schaffen wir mit KI bessere Zugangsmöglichkeiten, damit nicht mehr der Geldbeutel oder das Elternhaus und Netzwerk darüber entscheidet, wer ein Unternehmen gründen kann.“

Agnieszka Walorska führt mika gemeinsam mit Luke Linnekuhle (CFO) und Henry Müssemann (CTO). Linnekuhle hat den Finanzbereich der Activewear-Marke Oceansapart mit aufgebaut. Müssemann war zuvor Head of Engineering bei Freezingdata, einem Softwareanbieter für digitale Forensik, den er bis zum Exit geführt hat.

„In keinem anderen Land Europas sind Buchhaltung und Steuern für kleine Unternehmen so komplex und teuer wie in Deutschland, wo beides so eng verzahnt ist, dass ein einziger Fehler direkt auf die Steuerlast durchschlägt. Deshalb haben selbst die großen internationalen Anbieter hier nie Fuß gefasst“, sagt Freddie Kalfayan, Principal bei Smedvig Ventures. „mika ist die Erste, die dieser Komplexität von Grund auf gerecht wird, und ihre Kunden zeigen eine Begeisterung, wie wir sie in unserem Portfolio nur selten erlebt haben.“

KI und Buchhalter:innen, in Symbiose

Das Herzstück von mika ist ein KI-natives Hauptbuch (General Ledger): die Künstliche Intelligenz versteht jeden Beleg und jede Zahlung. Je nach Aufgabe arbeiten dabei unterschiedliche KI-Modelle, eingebettet in Fachwissen und Regeln, die mika selbst entwickelt hat.

mikas KI-Buchhaltungslösung ordnet zu, bucht und erklärt Nutzer:innen, was das bedeutet, in den meisten Fällen vollständig ohne manuelles Eingreifen. Ausgebildete Buchhalter:innen im Haus prüfen die Ergebnisse und übernehmen dort, wo die Komplexität menschliche Mitarbeit verlangt. Dazu kommt etwas, das ein Steuerbüro nicht anbietet: Man kann mit den eigenen Zahlen reden – entweder direkt in mika oder über eine standardisierte KI-Schnittstelle, das Model Context Protocol (MCP) in KI-Assistenten wie ChatGPT oder Claude.

Auch im Alltag nimmt mika die Reibung heraus: Ein unverständlicher Brief vom Finanzamt wird hochgeladen und direkt erklärt, samt dem, was zu tun ist. Fragen zur eigenen Buchhaltung und Finanzen beantwortet der KI-Chat sofort, auch am Sonntagabend. Eine individuelle steuerliche Beratung ist bislang noch kein Teil des Angebots. Hierfür kooperiert mika mit zugelassenen Steuerberater:innen aus dem Netzwerk.

Umsatz wächst über 20 Prozent pro Monat

Zu Jahresbeginn nutzten rund 400 GmbHs und UGs mika, inzwischen sind es mehr als 750. Angefangen hat mika bei digitalisierten Dienstleistern wie Agenturen und Beratungen. Inzwischen kommen die Kund:innen auch aus SaaS, Immobilien und E-Commerce, zuletzt kamen Einzelhandel und Handwerk dazu. Das Unternehmen wächst umsatzseitig seit Monaten um über 20 Prozent monatlich und überschritt im Juli 2026 bereits eine Million Euro Jahresumsatz.

„Mit mika haben wir nicht einfach eine neue Software eingeführt, sondern unsere Buchhaltung um ein digitales Teammitglied ergänzt. Es ist faszinierend zu sehen, wie KI uns den Freiraum schafft, uns auf unsere Strategie, Kreativität und Kunden zu konzentrieren. Das ist unser Beweis, dass die KI Menschen sinnvoll entlasten kann, statt sie zu ersetzen“, sagt Kolja Sagorski, Gründer von patchletter.

„Als wir 2024 investiert haben, galt das Modell ‚KI plus Mensch‘ als eine Nische, vielen war das zu viel Service und zu wenig Software“, sagt Djoni de Vos, Principal bei Keen Venture Partners. „Heute beschreiben viele Investoren genau dieses Modell als die nächste große Kategorie: Service as Software. mika hat die Tragfähigkeit bewiesen, bevor es den Namen dafür gab.“

Pressefotos zu dieser Meldung findest du im Media Kit. Bitte nenne bei der Verwendung den Fotografen.

Über mika

Die Get Mika GmbH mit Sitz in Berlin entwickelt eine KI-native Alternative zum klassischen Steuerbüro für kleine GmbHs und UGs: laufende Buchhaltung, geprüft von ausgebildeten Buchhalter:innen im Haus, dazu Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss und Steuererklärungen. In seiner heutigen Form besteht mika seit 2024. Agnieszka Walorska führt das Unternehmen als Gründerin und CEO, gemeinsam mit Luke Linnekuhle (CFO) und Henry Müssemann (CTO). Mehr als 750 Unternehmen nutzen mika, im Juli 2026 überschritt das Unternehmen eine Million Euro Jahresumsatz. Zu den Investoren zählen Smedvig Ventures, Keen Venture Partners, Dutch Founders Fund und Wecken & Cie. (Care4 AG). Mehr unter getmika.de

Über Smedvig Ventures

Smedvig Ventures unterstützt B2B-Tech-Teams dabei, sicherer zu skalieren, von der frühen Marktbestätigung bis zur beeindruckenden Erfolgsgeschichte. Der in London ansässige Investor investiert europaweit zwischen drei und acht Millionen Euro in der Seed- und Series-A-Phase. Mit einem traditionsreichen Family Office im Hintergrund arbeitet Smedvig mit einem ausgewählten Portfolio ambitionierter Unternehmen zusammen, um beim Skalieren die größtmögliche Wirkung zu erzielen. Mehr unter smedvig.vc

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